Liebe Pfarrfamilie, liebe Gäste,
es sind zwei Zeiten, die im Februar aufeinanderstoßen, mit gegensätzlichem Charakter: Da ist die Faschingszeit, die Zeit der Narren und Bälle, die Zeit der Ausgelassenheit. Da ist die Fastenzeit, die mit Aschermittwoch beginnt und 40 Tage lang dauert, entsprechend dem Aufenthalt Jesu in der Wüste vor seinem öffentlichen Wirken.
Zur Faschingszeit sei bemerkt, dass sie grundsätzlich katholische Wurzeln hat. Lebensfreude ist ein typisches Element des katholischen Glaubens, der sich gegen alles Lebensfeindliche und Sektiererische wendet. Es gilt für uns alle, dem Nächsten gegenüber offen und vorurteilslos zu sein.
Die große Mystikerin Teresa von Ávila hat den Nagel auf den Kopf getroffen: Wenn Rebhuhn, dann Rebhuhn; wenn Fisch, dann Fisch. Diese Bemerkung sagt nichts anderes, als dass die alte Weisheit uns lehrt und ausdrückt: Halte die Zeit, und die Zeit wird dich halten.
Man kann das heute leider überall beobachten: Für viele unserer Zeitgenossen gibt es keine Hemmungen mehr, alles zu vermengen. Niemand will sich vorschreiben lassen, was er zu tun oder zu lassen hat. Wer „Bock“ auf Party hat, zieht die auch z. B. in der Karwoche durch.
Gilt das, was Jesus in Galiläa festgestellt hat, nicht auch wieder heute? „Mit wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie gleicht Kindern, die auf dem Marktplatz sitzen und anderen Kindern zurufen: Wir haben für euch auf der Flöte Hochzeitslieder gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen. Johannes ist gekommen, er isst und trinkt nicht, und sie sagen: Er ist von einem Dämon besessen. Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagen sie: Dieser Fresser und Säufer, dieser Kumpan der Zöllner und Sünder.“ (Mt 11,16 f.)
Wir Christen aber orientieren uns an Jesus Christus, der unser wahrer Lehrer und unser Vorbild ist. Übrigens: Weißt du, dass das Wort „orientieren“ „nach Osten“, zum Sonnenaufgang hin, ausrichten meint?
Die österliche Vorbereitungszeit, auch Fastenzeit genannt, weist wieder deutlich auf Christus hin, der wie die Sonne in unserem Leben aufgeht. Sie stellt eine Zeitenwende dar, die uns trennt von den Lastern der Welt. Nur er gibt der Zeit den richtigen Inhalt und Sinn.
Allen Familien und Menschen in unserer Pfarre sei an die Tür geklopft und gefragt: Warum kommst du nicht mehr am Sonntag zum Gottesdienst? Er bringt so viel Segen und Kraft. Da wäre ein Neubeginn für diese österliche Vorbereitungszeit. Zeig dich doch wieder da, wo wir Christen hingehören.
Am Freitag beten wir in der Fastenzeit den Kreuzweg. Auch da wäre es sinnvoll, dass jene, die Zeit haben, teilnehmen. Es ist Christus, der einlädt!
In herzlicher Verbundenheit grüßt und segnet

Pfarrbrief
PDFHerzlichen Dank
… für alle Hilfe und Zuwendung in der vergangenen weihnachtlichen Festzeit!
Besonderes Vergelt’s Gott für die Spendenbereitschaft bei den Gottesdiensten.
Kreuzweg
Ganz herzlich laden wir in der Fastenzeit jeden Freitag um 16.00 Uhr in den Pius-Saal zum Kreuzweg ein. Anschließend feiern wir gemeinsam die Hl. Messe.
Goldene Profess von P. Nikolaus
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