Pfarrnachrichten

Liebe Pfarrfamilie, liebe Geschwister im Herrn,

zum kostbarsten und wichtigsten unserer christlichen Feste, dem Ostertag, fällt mir wieder ein Satz ein, der zu den Kostbarkeiten meines persönlichen Glaubensschatzes zählt:
Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Unzählige Male habe ich diese letzte Strophe eines Gedichts von Dietrich Bonhoeffer in die Poesiealben meiner Schüler geschrieben. Im Gedanken an den von den Toten erstandenen Herrn ist mir dieser evangelische Geistliche und Märtyrer vor meinen geistlichen Augen lebendig geworden.
Sein christliches Gewissen ließ ihn nicht ruhen. Als Verfolgter des Nationalsozialismus hätte er sich bei einer Reise in die USA in Sicherheit bringen können. Er tat es nicht: Nach einem Aufenthalt von nur wenigen Wochen entschloss er sich zur Rückkehr. An einen Freund schrieb er, er habe kein Recht, an der Wiederherstellung des christlichen Lebens in Deutschland nach dem Kriege mitzuwirken, wenn er nicht die Prüfungen dieser Zeit mit seinem Volk teile.
Am 9. April 1945 wurde er im Konzentrationslager Flossenbürg in der Oberpfalz mit anderen als „unwert“ bezeichneten Menschen ermordet. Er wurde 39 Jahre alt – nur wenig älter als Jesus mit 33 Jahren.
Wie aber vom auferstandenen Herrn alle Kraft und Lebensfreude ausgehen, so werden auch alle, die den Kreuzweg gegangen sind, zu einer unerschöpflichen Quelle. Der geistliche Lebensschatz kann niemals als überholt gelten. Viele geistliche Traktate und Schriftwerke können die österliche Aussage dieses Textes nicht übertreffen:
Keiner von uns, der dem Auferstandenen glaubt, ist einem blinden Schicksal oder dem Zufall ausgeliefert. Geborgen und geschützt sind wir. Und komme, was da wolle – wir stehen angst- und furchtlos. Jeder Tag – vom Morgen bis zum Abend – ist in der Gegenwart des lebendigen Gottes ein herrliches Geschenk.
Wir leben in bösen Zeiten. Die Weltpolitik verheißt uns nichts Gutes. Sind da solche kurzen Gebete nicht wie Anker im Felsen, an denen wir uns festhalten können? Gebete scheitern nicht. Probiere es doch aus. Lass dich von den guten Mächten anziehen!
Frohe und gesegnete Osterfesttage wünsche ich euch allen von Herzen!

Pfarrbrief

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VON GOTT HEIMGERUFEN wurden aus unserer Pfarre:
Frau Frieda Riegler
Frau Maria Kaiser
Der Herr lohne ihre Mühen und schenke ihnen den himmlischen Frieden.

Goldene Profess von P. Nikolaus

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