Geneigte Leser, liebe Pfarrfamilie,
die nebenstehende Erzählung gehört nicht zum Glaubensgut der römischen Kirche. Sie ist nicht wie etwa die Hl. Schrift geoffenbarte Wahrheit, sondern eine typisch katholische Erzählung ohne Falsch und Trug.
Da am 19. März der Josefitag ist und er zu unseren Pfarrpatronen zählt, klopfe ich ein zweites Mal bei ihm an.
Ich habe ja schon in der Dezember-/Jänner-Ausgabe seine Stärke und sein Beschützen beschrieben. Heute mag ich ihn als den großen Schweigenden vor den Menschen und sicher auch vor seinem Schöpfer rühmen.
Viel steht im Neuen Testament ja nicht über diesen Pflegevater Jesu. Wir erfahren nichts über seine Geburt oder seinen Tod. Was wir aber erfahren, ist seine unbedingte Treue und Hingabe an seinen Gott, an unseren Gott. Übrigens zwei Eigenschaften, die es heutzutage nur noch selten gibt: Hat einer keinen Bock mehr, wird alles hingeschmissen.
Hingabe ist noch riskanter. Ein Mensch, der sich einem anderen hingibt, sich verbündet für immer, wird belächelt und für dumm gehalten.
Da steht in der Hl. Schrift, dass Josef aus dem königlichen Haus David stammt (Lk 2,4). Das ist doch eine wahre Würde.
Josef wird deshalb von Gott auserwählt, weil Jesus Christus, unser Erlöser, königlichen Geschlechts sein sollte. Daher brachte Josef auch Maria, die Vielgeliebte, nach Bethlehem, dem Herkunftsort des Geschlechtes Isais, des Königs David.
Gott spricht zu Josef wiederholt im Traum (Mt 1,20). Ein Mann, der ein Realist ist, der gelernter Zimmermann ist, darf von Gott träumen.
Man erkennt langsam, welche Menschen er in besonderer Weise in sein Herz eingeschlossen hat. Josef unterlässt nichts, worum ihn Gott bittet. Er erfüllt schweigend seine Aufgabe. So wird er zum Erfüllten, zum bis zum Rand Gefüllten – von der Treue und Liebe Jahwes.
In der Geschichte von der wunderbaren Stiege in Santa Fe ist er auch der Wortkarge, der Schweigende, der da ist, wenn er erbeten wird, wenn er gebraucht wird.
Er verlangt nicht nach Menschenlohn. Nach gut verrichteter Arbeit ist er nicht mehr zu finden.
Vielleicht verstehen Sie von daher, dem von Gott Träumenden, sein Patronat, sein unzählige Male helfendes Dabeisein für eine gute Sterbestunde.
Du großer, treuer Mann, unser Pfarrpatron, stehe schützend unserer Pfarre Semmering bei!
Herzlich grüßt und segnet

Pfarrbrief
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Frau Frieda Riegler ist im Alter von 93 Jahren verstorben. Der Herr schenke ihr die ewige Ruhe
Tut dies zu meinem Gedächtnis.
Durch die zeitweilige Erkrankung von Pater
Nikolaus CP musste ein paar Mal auf eine Sonntagsmesse verzichtet werden. Das wollen wir nicht so fortführen. Die Eucharistiefeier ist das Herz und der Kern jeder Pfarrgemeinde.
P. Nikolaus bittet alle Gläubigen – besonders die jungen Leute unserer Pfarre –, wieder am Tag des Herrn dort dabei zu sein, wo ein Christ am Sonntag hingehört – sofern er nicht beruflich verhindert ist –: bei der Feier des auferstandenen Herrn.
Ministranten
Es war für alle Gottesdienstbesucher eine große Freude, als zunächst die beiden Buben der Familie Zelniker, Leopold und Benedikt, und dann auch Valerie ihren Altardienst in unserer Pfarre begannen. Der Pfarrgemeinderat gratuliert ihnen und ihren Eltern zu dieser sehr verantwortungsvollen Aufgabe.
Andreas Halwachs ist ein Beispiel für Treue und Zuverlässigkeit im Ministrantendienst. Und schließlich sind es die ungarischen Buben der Familie Toth aus Budapest, die sich, wenn sie am Semmering sind, sehr gern einstellen.
Last but not least ist Jeremia Payr für seine Bereitschaft trotz Militärdienst zu loben.
Goldene Profess von P. Nikolaus
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