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Liebe Pfarrfamilie, liebe Gäste,

angeblich ist der November der unbeliebteste Monat im Jahr: die frühe Dunkelheit, der Nebel und düstere Stimmungen. Es ist draußen ungemütlich geworden. Ob man will oder nicht, die Gedanken an die Vergänglichkeit, eine Endlichkeit des eigenen Lebens werden häufiger.
Sicher, man kann sie verdrängen – eine gewisse Zeit. Dann kommen sie vielfach wieder.

Aber warum wollen wir ihnen aus dem Weg gehen? Ist nicht die Zeit auch für diese Betrachtungen wichtig?
Ich persönlich kann oben geäußerte Meinung nicht teilen. November ist der Monat der Heiligen. Zumindest beginnt er mit diesem glanzvollen Festtag, der sich wie ein Symbol gegen alle Trübsal und Niedergeschlagenheit, die Bedrücktheit von Leib und Seele aufrichtet.
Seit meiner Priesterweihe vor 37 Jahren habe ich um die fünfhundert Menschen zu Grabe geleitet. Vielen davon habe ich davor in den letzten irdischen Tagen geistlichen Trost vermitteln dürfen. So tragisch mancher Todesfall auch war, das Begräbnis eines Christen hat mich nie bedrückt werden lassen. Im Gegenteil: Vor allem in den Jahren als Pfarrseelsorger im Burgenland habe ich den Weg zum Friedhof immer tröstend, als einen Weg empfunden, auf dem sich die Seele erhoben hat über das iridische Schicksal. Es war in allen Dörfern meines Pfarrverbandes der Brauch, beim Betreten des Friedhofs den Gesang anzustimmen: „Ins Paradies mögen die Engel dich geleiten, bei deiner Ankunft die Märtyrer dich empfangen und dich führen in die heilige Stadt Jerusalem. Der Chor der Engel möge dich empfangen, und mit Lazarus, dem einst Armen, mögest du ewige Ruhe haben“.
Die Melodie dieses Textes, erhaben und zugleich heiter, ergreift das Herz und macht es zugänglich für den göttlichen Trost.
Für mich ist daher dieser Monat eine Zeit, über das Paradies nachzudenken. Es ist doch Ausgangspunkt unseres Daseins. Wir alle kommen von dort und wollen wieder dort hin, in die Heimat. Nachdenklich war ich in den Tagen meiner Exerzitien vor einem Monat, wo der Leiter einmal meinte, Säuglinge und Greise sind dem Paradies, dem ewigen Leben am nächsten. Und doch sind diese Lebensstadien die am wenigsten geehrten und geschätzten eines Menschenlebens. Vor den Toren des Paradieses muss der Mensch alles abgeben, alles.
Er bringt nur die Seele zurück, die durch das Blut des Lammes von allem Schmutz abgewaschen werden muss.

Das Titelbild dieses Pfarrbriefes zeigt deshalb auch dieses Geheimnis unserer Zukunft:
Gott nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden. Marc Chagall hat es so in seiner Vision vor uns ausgemalt. Eine Darstellung voller Farbe und Schönheit.
Unsere Zukunft ist nicht grau und düster. Sie ist strahlend im warmen Licht der Liebe Gottes. Gott schenke Ihnen allen Sehnsucht dafür!
Es grüßt und segnet Sie


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