April 2012

Geliebte im Herrn,

"Wir sehen uns wieder am Ende des Regenbogens". So war es dieser Tage zu lesen auf einem Blumengebinde bei einem Begräbnis.
Klingt irgendwie romantisch und erfreulich. Trotzdem ist es im Zusammenhang mit Sterben und Tod ein ausgemachter Unsinn.
Wo letztlich nach dem Tod ein Wiedersehen geschieht, können wir dem Neuen Testament entnehmen. Dort steht allerdings etwas ganz anderes als das Märchen vom Regenbogen. So lesen wir im zweiten Brief an Timotheus"
"Denn die Zeit kommt, wenn die Menschen keine Geduld für die heilsame Lehre haben werden, sondern ihren Begierden nachgehen und Lehrer um sich sammeln, die ihnen sagen, was immer ihre Ohren hören wollen. Ja, sie werden nicht mehr auf die Wahrheit hören, sondern werden sich abwenden und Mythen folgen". (2 Tim, 4,3 f)
Fünfzig österliche Tage liegen wieder vor uns. Dabei handelt es sich um die erholsamsten, frohmachendsten und glücklichsten im ganzen Kirchenjahr. Der Auferstandene, der Sieger über den Tod ist Mittelpunkt aller Festesfreude und Kraftquelle dieser Zeit.
Einzig und allein diese Tatsache, diese Wirklichkeit gibt uns Hoffnung auf ein Wieder-sehen, eine ewige Heimat, ein Leben nach dem Tod: "Denn so wie in Verbindung mit Adam alle sterben, so werden in Verbindung mit Christus alle lebendig gemacht".
(1 Kor, 15, 22)
Trotz des gewaltigen Osterjubels ist dennoch Nüchternheit geboten.
Obwohl heute beileibe keine Gefahr der Überzeichnung und Überbetonung des Jenseits besteht, dürfen sich Christen nicht der Schwarmgeisterei hingeben. "
Das größte Tabu ist in der Tat diese österliche Realität. Die oben genannten "Lehrer" vieler fernöstlichen Märchen etwa vom Leben nach dem Tod finden immer mehr Gefallen. Wo einmal Kreuze und Heiligenbilder in Auslagen zu sehen waren, grinsen jetzt hinduistische Götzen und sonstiges antichristliches Bilderwerk.
Auch der aggressive Atheismus geht mit Vehemenz und von den Medien unterstützt, gegen die christliche Botschaft vor. Viele haben schon wieder vergessen, was die (inzwischen entsorgte) trostlose Mumie im Mausoleum am roten Platz in Moskau an Unheil und Tod über die Menschheit gebracht hat.
Der aktuellste und hilfreichste Ruf ist und bleibt dieser Hymnus:
"CHRISTUS IST ERSTANDEN VON DEN TOTEN. DURCH SEINEN TOD HAT ER DEN TOD HINAUSGEWORFEN UND DENEN IN DEN GRÄBERN LEBEN GEBRACHT"!
Gesegnete, gandenvolle Ostern wünscht Ihnen allen