Dezember 2011

Geneigte Leser,

um den 5. November herum erklärten uns alle bedeutenden Medien das wichtigste Fest des Islam, das sogenannte Opferfest und die vorausgehende Wallfahrt nach Mekka. Ein Bild in "n-tv" habe ich noch gut in Erinnerung: Lustige Kinder in weißen, blutbefleckten Kleidern waten in Kairos Straßen durch Blutlachen der geschlachteten Ziegen und Kühe …
Mit näheren Details über ein christliches Weihnachten sparen die selben Medien aber schon seit geraumer Zeit: Man titelt "Fest der Liebe", spricht überhaupt profan von den Festtagen ohne eine wesentliche inhaltliche Angabe. Wundert es da, dass eine Allerweltsfestorgie je nach Geldbeutel und Wohnsitz dabei jährlich vom Stapel gelassen wird?

Im Kern dieser Ignoranz steckt der gefährliche Irrtum, man könne sich auf dieser Welt den Frieden und ein gutes Leben selber richten. Voraussetzung bleibt allerdings, man steht auf der "Butterseite"…
Der Wind weht heute rauh gegen eine christliche Lebensordung. Ist es nicht genau jener, der zwei Menschen namens Maria und Josef entgegenwehte, als sie Herberge suchten? Ist es nicht der Wind, der die Botschaft mit sich bringt: Wir brauchen dieses Christ-kind nicht bei uns?
Hat diese Kälte, der Schatten des Todes nicht auch damals die Aufrichtigen und nach Gerechtigkeit Dürstenden umhüllt?
So findet auch heute Christus die Seinen vor: Wachsam bei der Herde wie die Hirten von Bethlehem, aufmerksam die Zeichen der Zeit prüfend wie die Weisen aus dem Morgenland, bereit wie sie zum Aufbruch im richtigen Augenblick.

Es ist immer ein unbequemer Weg, wahren Advent zu begehen. Doch er ist der einzige, der uns das weihnachtliche Geschenk des Himmels bringen wird: Den Frieden! Neben der großen vierzigtägigen Fastenzeit ist es auch der Advent, der zum Verzicht auf opulente Speisen und Getränke auffordert. Er ist eine Raum des vermehrten Gebetes. Gerade in diesen Zeiten der Unruhen und Krisen wird die Hinwendung zu Gott zur inneren Erfüllung, dem Herzenfrieden führen!
Wenn also Ihre Familie gestärkt werden soll, wenn es Ihr Wunsch ist, dass echter Weihnachtsfriede einkehrt, dann geben Sie wieder Gott den Platz in Ihrem Leben, der ihm zusteht.
Sprechen Sie bewusst von Christi Geburt, die im Weihnachtsfest die sinnerfüllte Mitte ist. Suchen Sie jeden Tag nach einer Zeit echter Stille und Innerlichkeit, sie werden es nicht bereuen.
In der Pfarrfamilie haben Sie schließlich Ihren Platz, den es jeden Sonntag einzunehmen gilt.
Christus möge Sie alle reichlich segnen; gnadenvolle Adventtage, frohe Festzeit und ein gutes Neues Jahr wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen.

Es grüßt und segnet Sie