April 2010

Liebe Leser,

was ein Christ ist oder sein soll, wissen wir alle. Schon der Name gibt die ausschlaggebende Erklärung: Christus zugehörig, dem Jesus Christus, der unser Erlöser und Retter aus der Gewalt des Bösen ist. Jetzt an Ostern feiern wir wieder das Jubelfest dieser Tat Jesu.
Wir nennen es Auferstehung. Wir Christen glauben an die einzigartige Überwindung des Todes allein in diesem Christus.
Trotz dieses Jubels und Triumphes des österlichen Geheimnis ist Christsein keine Lebensform, die ohne Schwierigkeiten und Hindernisse, ja dramatische Ereignisse erlebt und gelebt werden könnte.

In seinem innersten Wesen muss der Christ gegen die Verweltlichung, auch Säkularismus genannt, sein. Wer in diesen Tagen wieder die Leidensgeschichte gehört oder gelesen hat, weiß noch, was der maßlos gequälte Jesus dem Statthalter Pontius Pilatus sagte: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ (Joh, 18,36).
So wird der Christ den Weisungen seines Meisters gemäß diese Welt mit anderen Augen sehen als ein Ungläubiger, ein Atheist, ein Gottloser.

Apropos. Was oder wer ist eigentlich das Gegenteil eines Christen, der Anti - Christ? Im letzten Buch der Hl. Schrift, der geheimen Offenbarung ist von ihm die Rede.
„Der Antichrist wird ein Mensch sein, der die Gottwidrigkeit in letzter Konsequenz repräsentiert. Er wird voll Erkenntnis und Kraft sein. Im Letzten, als Absicht hinter allen Absichten, wird er nur eines wollen - beweisen, dass das Dasein ohne Christus möglich - nein, dass Christus der Feind des Daseins ist, und dieses nur erfüllt werden kann, wenn alles christliche vernichtet ist.
Der Beweis aber wird derart eindrucksvoll, durch alle Mittel der Gewalt und Klugheit, des Stoffes und des Geistes geführt werden.
Er wird „Frieden“ bringen, er wird alle Konflikte lösen (!), er wird die Menschheit in nie dagewesener Weise einen.“ (Martin Möller)
So definiert, verstehen wir vielleicht besser, wie sehr der österliche Glaube die Herausforderung an alle Widersacher der Kirche darstellt.

Habt Mut, sagt Jesus, ich habe die Welt besiegt. Als Zeichen und Beweis dieser Ermutigung lässt Christus sein seiner Auferstehung die Seinen nicht mehr allein. Er ist mit und in seiner Kirche. Das zeigt die Emmausgeschichte, das strahlen alle nachösterlichen Geschehen aus.
Die Mächte des Todes, die List der Hölle werden die Kirche nicht überwältigen, die auf dem Felsen des Simon (Petrus) errichtet ist.

Gesegnete Kartage, noch ein freudigere und trostvolle Osterzeit wünsche ich Ihnen von Herzen!
CHRISTUS IST ERSTANDEN VOM TOD.
Es grüßt und segnet Sie …