Feber 2010

Liebe Leser, geschätzte Pfarrangehörige,

seit dem 4. Adventssonntag ziert unseren Piussaal das neue Bild der Muttergottes.
Es handelt sich um eine griechische Ikone, gemalt in Athen und auf der Insel Rhodos in einem kirchlichen Laden erworben.
Bei meinem Urlaub im vergangenen Jahr haben wir – ein Priester aus dem Burgenland und ich – dieses Geschäft besucht. Dabei fiel mir dieses herrliche Bildnis in die Augen.

Ich überlegte, ob diese Ikone nicht einen passenden Platz am Semmering finden könnte. Sofort kam mir der Piussaal in den Sinn. Beim Verkäufer erkundigte ich mich, ob es nicht möglich sei, das Bild zuzuschicken. Leider lehnte man ab, erbot sich aber, es gut einzupacken und schon stand ich mit dem großen Paket auf der Straße.

Die erste Bitte an die Gottesmutter war deshalb: Wenn du auf den Semmering willst, musst du auch für eine Reise ohne Schwierigkeiten sorgen.
So kam es dann auch. Wer weiß, wie peinlich genau die Sicherheitskontrollen auf Flughäfen sind, wäre erstaunt über die „VIP“ Behandlung des kostbaren Bildes ge-wesen. Natürlich wurde es auch durch den Scanner genommen. Ohne weitere Probleme aber konnte ich es sowohl von Rhodos nach Athen wie auch von Athen nach Wien als „Handgepäck“ mitnehmen.
Bis November lagerte die Ikone dann im Pfarrhof, ohne genau zu wissen, auf welche Weise sie im Piussaal angebracht werden sollte. Bei einem Besuch der Michaelerkirche in Wien grüßte ich die berühmte Marienikone, die vom Hochalter herab schaut. Da sah ich den schönen Rahmen, das dem Bild einen besondere Größe verlieh. Gleichermaßen als Zeichen übernahm ich von dort diese Idee und gab gleich nebenan in einem Rahmengeschäft den Auftrag dazu. Unser Reisebüro Mayer übernahm den Hin und Rücktransport, ohne etwas dafür zu verlangen. Die Arbeit vor Ort erledigte dann Herr Wallner. Er nähte den Seidenbrokat für den Hintergrund, der ebenfalls in Rhodos gekauft wurde.

So erhielt am 4. Adventssonntag während der hl. Messe das Bild die feierliche Segnung und wurde damit zum Gnadenbild für die Pfarre und die Beter, die von da an vor dem Antlitz der Jungfrau mit ihrem Kind Hilfe erwarten.
Übrigens handelt es sich bei diesem Ikonentypus um eine „Muttergottes von der Passion“.
Möge sie uns alle stärker und inniger an Christus, ihren göttlichen Sohn binden.
Herzlich grüßt und segnet Sie