Feber 2009

Liebe Pfarrfamilie, liebe Gäste,

mit Gottes Hilfe haben wir ein neues Jahr begonnen, und dieses ist nun schon wieder einen Monat alt. Tempus volat – die Zeit fliegt. Welche Erkenntnis!
Nein, Spaß bei Seite. Sind nicht die meisten von uns dieser (subjektiven)
Erfahrung unterworfen? Wer würde nicht gerne freudvolle Ereignisse länger genießen und eher schmerzliche, unangenehme Dinge rasch hinter sich bringen?
Weihnachten zum Beispiel: Ein paar Tage nach dem Christtag gehen die Uhrzeiger schon rasch „anderen Zeiten entgegen“. Dabei braucht es doch eine ganz schöne Menge Zeit, die Freude und die Festlichkeit zu vertiefen und sich zu eigen zu machen.
Würden sich heute auch noch Sterndeuter auf den langen Weg machen, um ein Kind zu suchen, das sie nur den Prophezeiungen nach kannten, das noch dazu der Erlöser der Welt sein sollte.
Sie waren laut der Hl. Schrift „Weise“. Nur Weise konnten so handeln, ihr Leben prägen lassen durch eine andere Macht als die eigene.
Wir haben vernommen, dass ihre Suche erfolgreich war.
Zwei Dinge treten hervor, die jeden von uns gerne besitzen bzw. erleben möchte: Weisheit und Erfolg. Viele Menschen wissen aber nicht mehr den richtigen Weg. Sie folgen nicht dem Stern des Glaubens. Tief wurde so mancher getroffen und betroffen vom Selbstmord eines deutschen Industriellen, dem fünfreichsten Mann Deutschlands, der durch den Zusammenbruch seines Imperiums keinen anderen Weg mehr sah.
Warum wagen wir es nicht oder nur zögernd, Gott beim Wort zu nehmen, unser Leben täglich in seine Hände zu legen und allmorgendlich bzw. allabendlich bei ihm vorstellig zu werden mit unseren Erfolgen und Misserfolgen? Es ist der einfache und segensreiche Weg. Die hl. Hildegard von Bingen nannte ihr tiefes Werk „Sci vias, wisse die Wege“!
Gott führt uns auch in diesem Jahr nicht auf verhängnisvolle, gefährliche Wege, wenn wir es nicht vorsätzlich wollen.
Das Tagesgebet des zweiten Sonntags im Jahreskreis lautete:
„Allmächtiger Gott, du gebietest über Himmel und Erde, du hast Macht über die Herzen der Menschen. Darum kommen wir voll Vertrauen zu dir:
Stärke alle, die sich um die Gerechtigkeit mühen, und schenke unserer Zeit deinen Frieden.“
Beten Sie doch einfach täglich in dieser Meinung!
Für all Ihre künftigen Absichten und gute Mühe segnet Sie von ganzem Herzen …