Mai 2008

Liebe Geschwister im Herrn,

nur drei Kinder – zwei Buben und ein Mädchen – werden heuer zum ersten Mal die hl. Kommunion empfangen. Gleich am 1. Mai, dem Christi Himmelfahrtstag wird dieses eucharistische Fest gefeiert. Am Ende des Monats, dem 22. Mai findet die Fronleichnamsprozession statt, wiederum ein eucharistischer Höhepunkt.
Am heurigen Gründonnerstag, dem Einsetzungs- und Stiftungstag der Hl. Eucharistie durch Jesus Christus hat der Bischof von Chur/ Schweiz in seiner Kathedrale eine Predigt gehalten, in der er für eine neue Wertschätzung der Sakramente plädierte. Hier ein Auszug aus dieser Ansprache:
„So lassen wir uns mit Blick auf dieses höchste Sakrament vom Herrn befragen: „Mein Volk, was habe ich dir getan, dass du die Kinder nicht mehr in Ehrfurcht und Liebe vor diesem heiligen Sakrament erziehst, dass du ihnen nicht mehr die Wahrheit dieses Sakramentes vermittelst; dass du ihnen auch nicht mehr sagst, dass sie dieses Sakrament mit reinem, von Süden freien Herzen empfangen sollen. Was habe ich dir getan, dass du dieses Sakrament nicht mehr als das Sakrament meines Opfers am Kreuz anerkennen willst; dass du sagst, die hl. Messe sei nicht die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers; dass du das Wort Opfer vermeiden willst, obwohl ich gesagt habe: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird?
Was habe ich dir getan, dass du aus dieser heiligen Feier ein Mahl der Belustigung und deiner Selbstbestätigung gemacht hast? Mein Volk, was habe ich dir getan, dass dir das Messopfer so wenig wert ist; dass du alles andere tust, nur nicht am eucharistischen Opfer teilnimmst und dich Sonntag für Sonntag davon fern hältst?
Was habe ich dir getan, dass du meine Gegenwart im Tabernakel übersiehst und gering achtest? Was hätte ich für dich noch mehr tun können, als dir dieses Sakrament zu schenken und mein Kreuzesopfer auf diese Weise durch alle Zeiten und für alle Menschen wirksam bleiben zu lassen?…“
Wer diese Zeilen liest, muss betroffen sein, weil hier ein Bischof ausspricht, was schon größtenteils gang und gäbe ist. Unsere Wochentagsmessen werden kaum mehr besucht, die Bevölkerung der Pfarre „lässt den Herrgott einen guten Mann sein“, wie es so heißt. Ist das noch lebendiges christliches Leben?
Auch hier sei anlässlich der oben genannten Festtage für ein neues Nachdenken und eine neue Haltung im sakramentalen Leben aufgerufen!
Ich bitte um das Gebet und die Fürbitte in unseren Anliegen. Gott vergisst keine Bitte.
Es grüßt und segnet Sie herzlich…