Dezember 2007

Liebe Geschwister im Herrn,

Man möchte glauben, dass es so etwas gar nicht geben kann:
„Fünfjährige wog nur noch sieben Kilo“. Eltern lassen ihr Kind verhungern und verdursten. Salzburg: „Verdacht auf Kindesmisshandlung“. Ein vier Monate altes Mädchen kommt mit Knochenbruch und Verletzungen ins Krankenhaus. Das alles wird noch überboten im Falle des 17 Monate alten Buben Luca, der von seiner Mutter und dessen Freund gequält und zu Tode gebracht wird.
Leider ist es traurige Realität. Und damit beginnt unser Advent. Es beginnt wieder die Zeit, die von einem Weihnachten erzählt und ein Fest bewirbt, das jede christliche Prägung verloren hat und die Botschaft des Evangelium verleugnet. Es scheint, Herodes und seine Kindesmörder haben heute wieder das Sagen. Ich möchte gar nicht reden von den zahllosen Abtreibungen, die Tag für Tag vorgenommen werden.
Möchte man da noch Weihnachten feiern? Ist einem noch zumute nach Krippe, Christbaum und Festtagstafel?
Immer mehr Menschen schauen weg, wenn es um die Würde des Menschen geht. Einer jungen Frau wird ein Hakenkreuz ins Fleisch geritzt, weil sie den Mut besitzt einem 6-jährigem Kind zu Hilfe zu eilen, das von dummen Jugendlichen in Angst und Schrecken versetzt wird. Keiner unternimmt etwas von denen, die aus den Fenstern der Häuser zuschauen …
Es erinnert irgendwie schon sehr an das herberg- und hilfesuchende Paar von Bethlehem.
Wie weit sind wir schon vom beglückenden weihnachtlichen Geheimnis entfernt?
Weihnachten beginnt weit vor dem 25. Dezember. Es beginnt da, wo im Inneren die Weichen gestellt werden, wo eine Umstellung im Denken erfolgt:
Es muss ein Austausch von Werten erfolgen. Viele Interessen gehören wieder in die richtige Reihenfolge gebracht. Liebe und Frieden will geübt und gelernt werden, vor allem aber erbeten. Von Gott. Der muss an 1. Stelle stehen.
Ist nicht jeder bis zu einem gewissen Punkt „seines Glückes Schmied“?
Gott ist dabei die beste Glut und die richtige Esse.
Weihnachten dauert auch weit über die wenigen Feiertage hinaus wenn man es als Zeit der Zärtlichkeit zum göttlichen Kind erkennt. Ein Kind kann man nicht nach ein paar Tagen weg geben. Gott in sich wachsen lassen und ihn zunehmen lassen an Kraft und Weisheit.
Gehen wir ehrfürchtiger um mit den Dingen, die wir von Gott verliehen bekommen, vor allem mit unseren Mitmenschen.
Gehen wir wachen Auges und hilfsbereit in ein neues Jahr!
Gottes Schutz sei mit und über uns allen!

Es grüßt und segnet Sie herzlich…