Oktober 2007

Liebe Geschwister im Herrn,

Wie oft erinnert Jesus jene Menschen, die durch ihn Heilung erfuhren, an ihren starken Glauben mit den Worten „ Geh, dein Glaube hat dir geholfen“.
Oder er antwortet seinen Aposteln auf ihre Bitte, ihnen den Glauben zu stärken: „Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, könntet ihr zu dem Maulbeerbaum da sagen: Zieh deine Wurzeln heraus und wachse weiter im Meer! - er würde euch gehorchen“.
Wie steht es denn um unseren Glauben? Fragen wir aber besser: Wie steht es um m e i n e n Glauben? Ist er stark? Kann er Berge versetzen? Bin ich kleingläubig und damit auch kleinmütig? Was tue ich überhaupt für meinen Glauben? Sage ich zu allem Ja und Amen? Stelle ich alles in Frage, zweifle ich an Vielem?
Der persönliche Glaube lässt sich besonders erfahren im Gebet. Gebet heißt sich Gott anzuvertrauen; ihm mitzuteilen, wie es um mich steht. Nicht, dass ihm das fremd wäre oder es nicht wüsste. Es bringt mir aber unsagbaren Segen und Gnade, wenn ich mein tägliches Leben Gott bewußt öffne und mich vor ihn stelle.
Gerade wieder im Herbst, im Oktober beten Christen vermehrt den Rosenkranz. Dieses Gebet wiederholt den Gruß des Engels an Maria und fügt jedesmal etwas Heilsames für mich aus dem Leben Jesu hinzu. So wird mir wieder tiefer bewußt, was so wichtig ist und wichtig bleibt im Erlösungsplan Gottes. Dieses wichtige Geschehen wird dann auch heute zur Lösung für so viele Probleme, die über mir lasten und zur täglichen Last werden.
Nicht nur in der Kirche, auch zuhause kann eine brennende Kerze, das Bild des Erlösers am Kreuz oder ein anderes heiliges Bild, Stille und das Gebet eines Rosenkranzgeheimnisses zur fühlbaren Erleichterung nach den anstrengenden Arbeiten des Tages führen.
Unser Glaube hilft dann wieder stärker, lässt sich erleben und trägt uns durch ein Leben.
Es ist gut, besser als alle Versicherungen und Guthaben materieller Art, wenn wir Menschen haben in unserer Pfarre, in unseren Familien, die beten, die gläubig sein wollen und es immer wieder von neuem lernen.
Vielleicht beginnen wieder zwei oder drei - hier unter uns....
Ich lade alle Pfarrangehörigen ein, wieder verstärkt ihr Taufversprechen zu aktivieren und teilzunehmen am Gebetsleben, vorallem an den Gottesdiensten.
Viel Kraft, Segen und Frieden wird uns dann zuteil.
Herzlich grüßt und segnet Sie …