September 2007

Liebe Geschwister im Herrn,

unser Papst, Benedikt XVI., wird in dieser ersten Septemberwoche nach Österreich kommen, um vor allem zwei spirituelle Orte in unserem Land zu besuchen: Mariazell und Heiligenkreuz. 850 Jahre sind es her, daß das Gnadenbild von Mariazell aufgefunden wurde. Noch älter besteht das Zisterzienserstift Heiligenkreuz, das im Jahre 1133 gegründet wurde durch Leopold den Heiligen.
Überaus lebendig im Glauben finden wir heute noch diese Plätze vor. Maria zell ist der größte Wallfahrtsort im Land und hat weit über die Grenzen Österreichs Anziehungskraft und Einfluß. Die Zisterze Heiligenkreuz wiederum ist eines der größten Klöster hierzulande. Mit über 80 Mönchen besitzt es den stärksten Konvent in seiner Geschichte.
Der verstorbene Kardinal Franz König meinte einmal treffend: Wallfahrtsorte zur Gottesmutter sind die wahren Hauptstädte dieser Welt. An solchen Stätten wie Mariazell wird Weltgeschichte geschrieben, Geschichte des Heiles und des Guten. Wie wahr! In Mariazell haben Millionen von Menschen ihre persönliche Geschichte der Gottesmutter anvertraut, damit diese als Fürsprecherin bei Gott wirke.
Heiligenkreuz steht als Kloster nicht so sehr im Rampenlicht außer vielleicht in touristischen Hinsicht. Aber um so mehr ist es das tägliche Gebet der Mönche, das unserem Land viel Segen bringt. Heiligenkreuz, ein Ort des Lebens nach dem Evangeliums und der besonderen Nachfolge Christi.
Genau das will der Papst durch seinen Besuch auch bekunden. Als Stellvertreter Jesu auf Erden setzt er dieses Zeichen und gibt uns damit die Weisung, Hochachtung zu empfinden vor Pilgern, Betern und Personen gottgeweihten Lebens.
Vielleicht macht sich der eine oder die andere auch wieder auf zum Besuch solcher geistlichen Orte, um Gott und seine Wirklichkeit deutlicher zu spüren.
Mag auch die Visite Benedikt XVI. uns Impulse geben für unser geistliches Leben.
Es grüßt und segnet Sie …