September 2006

Liebe Geschwister im Herrn,

ein geistliches „Sommertagebuch“ möchte ich hier ein wenig aufblättern. Es hat sich ja einiges getan in unserer Pfarre. Im letzten Pfarrbrief habe ich vom Sterben unseres Mitbruders P. Peter berichtet. Nun kann ich frohe Botschaften vermelden. Unser P. Lukas vom heiligsten Herzen Jesu wurde am 24. Juni in unserem Kloster Schwarzenfeld zum Priester geweiht. P. Lukas hat sein Studium im Stift Heiligenkreuz absolviert und davor sein Noviziat im Kloster Maria Schutz gemacht. So war es eine große Freude, am großen Kirtag, dem 15. August seine Nachprimiz in der Wallfahrtskirche zu erleben. Damit ist unsere Ordensprovinz wieder nach P. Stefan mit einem weiteren jungen Priester bereichert. Die Gnade Gottes hat es gefügt, daß Christoph Buchinger aus Vöcklabruck den Weg zu uns Passionisten gefunden hat. Seit zwei Jahren studiert er bereits in Heiligenkreuz. Nun wurde er am 13. August eingekleidet und hat das Noviziat als Fr. Gabriel von der gekreuzigten Liebe begonnen. Hier wird vor allem offenbar, daß viele Gebete und Opfer wirksam wurden.
Größte Freude herrscht aber auch über die gelungene Renovierung unserer Wallfahrts- und Klosterkirche Maria Schutz. Nach dem weißen Sonntag schlossen sich die Kirchentore. Es begann nach 35 Jahren die vollständige Erneuerung des Innenraumes. Eine präzise Planung dieser Restaurierung machte es möglich, daß trotz widriger Umstände alle Arbeiten in der geplanten Zeitabfolge geschehen konnten. Maler, Steinmetz, Tischler, Vergolder waren unermüdlich am Werk. Am 14. August zur Lichterprozession öffneten sich erneut die Tore der Wallfahrtskirche und boten den Pilgern einen überwältigenden Anblick. Ein strahlender, heller Kirchenraum mit den neu vergoldeten Altären lassen uns mit Recht sagen: Hier ist das Haus Gottes, die Pforte des Himmels.
Nun ist Maria Schutz wieder das „Juwel des Semmeringgebietes“, wie es die Tafel an der Autobahn bewirbt. Im großen Vertrauen auf die Hilfe Gottes und jene der Hausherrin haben wir diese Renovierung begonnen. Wir wurden nicht enttäuscht. Natürlich erbitten wir auch die finanzielle Unterstützung von Seiten der Gläubigen und Pfarrangehörigen. Es ist eine große Summe, die diese Arbeiten benötigen.
Nicht zuletzt hat auch unser Senior P. Albert im August seinen 87. Geburtstag feiern dürfen. Wieder Anlaß zur großen Dankbarkeit für Gottes Hilfe und Segen. Er ist ja gleichermaßen die lebende Chronik unseres Klosters und der Kirche.
Ich hoffe, daß ich Sie mit unserer Freude anstecken durfte. Das schöne Wort aus dem Tedeum nimmt Gestalt an: In Dominum speravi, non confundar in aeternum — auf Gott habe ich vertraut, in Ewigkeit werde ich nicht zuschanden.
Dankbar grüße und segne ich Sie als…