Grußwort unseres Primizianten P. Johannes

Liebe Semmeringer,

auch wenn mich mein Lebensweg bald vom Semmering weg geführt hat, denke ich noch gerne an meine Kinderzeit dort zurück: an das „Hotel Post“, in dem ich aufwuchs; an die Volksschule am Wolfsbergkogel, wo ich von 1970 bis 1974 ein begeisterter ABC-Schütze und Rechner und wohl ein schlechter Schifahrer und Völkerballer war; an die Volksschuldirektorin Henriette Koller und an Pfarrer Helmut Nagorziansky.

Schon früh machten mich der Besuch der Mittelschule in Katzelsdorf / Leitha ab 1974 und das Absolvieren des Jusstudiums in Graz ab 1982 zu einem „Wochenendpendler“ auf den Semmering. Schon während dieser Studienjahre in Graz begann eine bewusste Suche nach einem Lebenssinn, die mich seit 16 Jahren begleitet: von 1989 bis 1995 war ich Priesterseminarist in Graz; zum endgültigen Schritt, der Bitte um die Weihe, konnte ich mich nicht entscheiden. Danach war ich drei Jahre in Ramsau und Schladming Religionslehrer, bis mich mein Suchen in das Benediktinerstift Admont führte. Dort bin ich seit 1998 den klösterlichen Werdegang (Novize – einfache Gelübde 1999 – ewige Gelübde 2002) gegangen. Seit sechs Jahren arbeite ich vor allem als Religionslehrer mit großer Freude in unserem Stiftsgymnasium.

Ich werde am 19. Juni vom steirischen Diözesanbischof Egon Kapellari im Grazer Dom zum Priester geweiht werden. Eine Woche darauf um 9.30 Uhr werde ich in Maria Schutz am Semmering, wo mich P. Albert Kofler 1964 getauft und wo mich Weihbischof Florian Kuntner(†) 1982 gefirmt hat, meine erste hl. Messe feiern. Ich lade Sie dazu und zu der Dankandacht nachmittags um 15.30 Uhr am Semmering sehr herzlich ein.
Als Primizspruch habe ich mir Mt 6,33 gewählt: „Euch aber muss es zuerst um das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.“

P. Johannes Aichinger OSB