September 2004

Liebe Geschwister im Herrn,

was soll ich Ihnen für den Septembermonat mit auf den Weg geben? Wohlverstanden, auf den Weg des geistlichen Lebens. Der September ist ja ein Umbruchmonat. Der Sommer verblasst, Herbstliches macht sich breit. Auch im seelischen Bereich wird diese Umstellung erlebbar. Darf ich vorschlagen, uns wieder für die kommenden Wochen enger mit den kirchlichen Festgeheimnissen zu befassen?

Schon bei der letzten Pfarrgemeinderatssitzung habe ich an die wichtige Aussage der Kirchenväter „SENTIRE CUM ECCLESIA“ erinnert. Es bedeutet „MIT DER KIRCHE DENKEN“. Ist das nicht ein guter Einstieg in das sogenannte neue Arbeitsjahr, das im September beginnt?

Jedes Mal am Ende des Sonntagsgottesdienstes werden die liturgischen Ereignisse der kommenden Woche vermeldet. Es wird hingewiesen, welche wichtigen Tage hervorragen. So auch geschehen vor dem 29. Juni, dem Hochfest der Apostel Peter und Paul. Es war heuer ein Dienstag, also um 16.00 Hl. Messe in der Pfarrkirche. Der „Erfolg“ war eine (!) Gottesdienstbesucherin. Statt das zu beklagen, möchte ich für die kommende Zeit dieses „mit der Kirche denken“ wieder mehr in unserem Pfarrleben und unserer Tageszeit aufwecken.
War es nicht immer hierzulande guter Brauch, „die Feste zu feiern, wie sie fallen“? Der Semmering als Fremdenverkehrgemeinde und sein Tourismusverband stünde auf verlorenem Posten, würde er nicht z. B. seine monatlichen Aktivitäten durch die informativen Plakate „Was ist los am Zauberberg?“ kund tun. Es wäre aber auch das vergebene Liebesmüh, wenn nicht eine Teilnahme sichtbar wäre.
Die Pfarre Semmering ist, wenn auch eine kleine, so doch eine wichtige Zelle in der Gesamtkirche. Sie muss, um lebendig zu bleiben, die Feste des Kirchenjahres mitfeiern. Und damit kann ja nicht nur Weihnachten und Ostern gemeint sein.

Ich lade also ein, wieder bewusster den liturgischen Monatskalender (im Pfarrbrief zu finden) zu lesen und dadurch auch der Woche ein christliches Gesicht zu geben! Im September sticht da etwa das Fest der Kreuzerhöhung hervor, heuer ein Dienstag… auch danach hat die Billa noch geöffnet…
Nehmen Sie den Segen Gottes tatsächlich an, indem sie ihre Tat setzen.
Es grüßt und segnet herzlich …