Feber 2003

Liebe Pfarrfamilie, liebe Gäste,

ein Jahr der Bibel ist wieder ausgerufen. Die Heilige Schrift ist die Nummer 1 in der kirchlichen Literatur. Sie ist eine Säule, auf der die Kirche ruht. Wir finden in ihr den lebendigen Gott.
Wahrscheinlich soll dieses Jahr dazu dienen, intensiver diesen Gott zu hören.
Unsere Zeit hat viele Errungenschaften vorzuweisen. Wir bedienen uns vieler Dinge, die noch vor zehn oder zwanzig Jahren undenkbar gewesen sind. Vor allem auf dem Informations- und Kommunikationssektor fand eine Revolution statt. Ohne Comupter läuft heute kaum mehr etwas.
Welchen Stellenwert kann da dieses Buch names Bibel haben?
Es kann nur von zwei Positionen her betrachtet bzw. gelesen werden:
Von einer ungläubigen oder vor der gläubigen. Aus erster Sicht ist die Bibel kein sehr aktuelles Buch. Es ist kein Geschichtsbuch, kein Biologiebuch, kein Kochbuch.
Es öffnet nur dem Glaubenden seine Geheimnisse. Es ist das Buch der Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen. Den zahlreichen unbekannten und bekannten Schreibern hat der Geist Gottes die Feder geführt. Besser ist es ja, von den B ü c h e r n der Bibel zu sprechen, die sich unterteilen in das Alte und Neue Testament. Letzteres wird für uns Christen zur besonderen Herausforderung, weil die Menschwerdung, Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi als zentrale Heilsbotschaft darin verkündet wird.
Gerade diese Botschaft zu kennen, ist Aufgabe jedes Christen. Ein Jahr der Bibel bedeutet also, sich wieder tiefer mit dieser guten Nachricht vertraut zu machen. Es ist ja traurig, wenn von Jahr zu Jahr immer weniger „Gläubige“
den (biblischen) Hintergrund der kirchlichen Feste kennen.
Durch das II.Vatikanische Konzil wurde der Hl. Schrift erneut ein hervorragender Stellenwert gegeben. Sie wird als „Tisch des Wortes Gottes“ bezeichnet. Damit wird deutlich, wie sehr sie als Nahrung und Kraftquelle im christlichen Leben dienen soll.
In unserer Pfarre werden wir sicher – wahrscheinlich in der vorösterlichen Zeit – eine Buchausstellung zum Thema „Jahr der Bibel“ veranstalten. Monatlich trifft sich übrigens eine Kleingruppe zum „Bibel-teilen“ am letzten Freitag im Monat im Pfarrhof.
Das Wichtigste aber zum Schluß: J e d e n Sonntag, dem Tag des Herrn wird das Wort Gottes verkündet und zum Heil gepredigt in der Eucharistiefeier, der Hl. Messe. Dazu möchte ich wieder einmal ganz herzlich im Namen des Gastgebers Jesu Christi einladen. Wer Ohren hat, der höre!

Es grüßt und segnet Ihr