September 2002

Liebe Geschwister im Herrn,

bald ist es wieder so weit. Unsere Pfarre rüstet sich zum Flohmarkt. Ein Ereignis, das seit vielen Jahren um diese Zeit stattfindet. Es ist unglaublich, was so viele Leute da über das Jahr hin vorbei bringen. Säcke, Schachteln und andere Behältnisse stapeln sich, um dann mühselig sortiert zu werden. Wir sind sehr dankbar; durch diese Aktion können wir unsere pfarrlichen Finanzen so gut es geht über Wasser halten.
Für so manchen Mitmenschen ist es eine Gelegenheit, Dinge abstoßen zu können, die er schon längst los haben wollte. Wie das Titelbild unseres Pfarrbriefes zeigt, kommt ein Konglomerat an unbenötigten Materialien zusammen. Arg finde ich es, wenn Kreuze inmitten von Wäsche, Geschirr und anderen Utensilien zum Verkauf angeboten werden.
Es ist und bleibt ein Zeichen, dem widersprochen werden wird. Hier wird der Widerspruch deutlich: So etwas brauche ich nicht (mehr).
Am 14. September sagen wir Christen, daß wir das Kreuz sehr wohl brauchen. Wir nennen diesen Tag „KREUZERHÖHUNG“.
Normalerweise hängt dieses Zeichen in christlichen Häusern auch erhöht über den Tisch- und Schlafstätten. Es bittet, aufzublicken. Es ladet ein, beim Heimkommen herauf zu schauen.
Interessant: Christenhasser haben immer das Kreuz auf den Boden geworfen, um es mit den Füßen treten zu lassen. Wir Christen verbinden mit dem Blick auf das Kreuz das „empor – steigen“. Unser Alltag, besonders unsere Arbeitswelt, reißt uns in die Tiefe. Er läßt erneut Sklaverei zu bis zum Wegwurf bei Nichterfüllen der Arbeitsforderung.
Das Kreuz ist das einzige Zeichen, das uns aufblicken läßt. Wir sehen den Herrn, wie er alle Erschöpfung der Menschen aufgenommen hat in sein Sterben und Leiden. Wir müssen hinschauen auf den, der seine Arme annageln ließ für jeden von uns. „KOMMT, LASSET UNS ANBETEN“! Diese Einladung spreche ich aus für jeden Getauften. Alles, was nicht zu bewältigen ist, kann am Kreuz die Lösung finden. Probieren Sie es doch aus! Schauen Sie auf und bereden sie Ihr Leben mit dem Gekreuzigten. Es wird Ihnen wohl ums Herz!
Es wird Ihnen dann immer mehr bewußt, daß das Kreuz das Wichtigste ist, das Sie brauchen. Herzlich grüßt und segnet Sie …